5 gute Gründe: Medizinische Versorgung

10. September 2021
Ein Aspekt eines guten Lebens in der Gemeinde ist ein gesundes Leben. Momentan sind wir im Bereich der Allgemeinmedizin noch gut aufgestellt.
Allerdings belegt die letzte Ärztestatistik 2020 der Bundesärztekammer, dass 12,6% aller berufstätigen Ärzte derzeit zwischen 60 und 65 Jahre alt sind. 8,2% aller Ärzte haben schon das Renteneintrittsalter erreicht. Die Zahl der jungen Ärztinnen und Ärzte unter 35 stagniert hingegen. Die Kassenärztliche Vereinigung Niedersachsen hat für unser Bundesland ermittelt, dass bis zum Jahr 2035 die Anzahl der Hausärzte von 5.044 auf rund 3.750 sinken wird. In der fachärztlichen Versorgung wird es starke Tendenzen in Richtung Unterversorgung in den ländlichen Planungsbereichen geben.
Deshalb müssen wir die Gesundheitsversorgung für die Menschen von Abbensen bis Wipshausen genauer in den Blick nehmen: wo hören altersbedingt Medizinerinnen und Gesundheitsversorger auf? Gibt es dort eine Nachfolgeregelung? Wie schaffen wir es, diese wichtigen Dienste und die Menschen, die dahinter stehen, dauerhaft bei uns anzusiedeln? Wäre es beispielsweise durch Umnutzungskonzepte alter Hofstellen zu Praxisräumen möglich, dass diese eher bei uns sesshaft werden, oder müssen wir mittelfristig über ein zentrales Gesundheitszentrum nachdenken? Wie können wir als Kommune für junge Gesundheitsversorger auf dem Land attraktiver werden?
Ich möchte einen Diskurs anstoßen, wie wir diese wichtigen Dienste und die Menschen, die dahinter stehen, dauerhaft bei uns halten bzw. gewinnen – das möglichst über die Breite der Gemeinde verteilt.